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Paarberatung |
Zur Dynamik von Paarkonflikten
In unserer komplex entwickelten Gesellschaft, die extrem hohe Anforderungen und Erwartungen an den Einzelnen in seinen unterschiedlichen Bezügen (Beruf, Familie, Ehe, Partnerschaft, Freundschaften etc.) stellt, ist es oft sehr schwierig, Beziehungen und die dazugehörende Umgebung zu gestalten, zu leben und zu pflegen.
Die eigene Vorstellung von dem, wie man selbst ist oder wie man gerne wäre, weichen oft von dem ab, wie wir von anderen wahrgenommen und gesehen werden.
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All das, was wir in unserem Leben an Eigenschaften, Verhaltensweisen und Bedürfnissen gerne hätten, suchen wir in unserem Gegenüber. Die Vielfalt der Bedürfnisse und Wünsche und die dazu gehörigen Rollen (Liebhaber, Sexualpartner, Gesprächspartner der alles versteht, beste(r) Freund/Freundin etc.) sind oft eine Überforderung. Die Folgen sind Streit, Stress, Kampf, Vorwürfe, Enttäuschungen usw..
Seine eigenen Bedürfnisse erkennen, diese zu äußern und sie dabei noch mit den ebenso wichtigen Bedürfnissen des geliebten Menschen auszutauschen und zu leben, ist die große und nicht leichte Kunst in der Ehe und Partnerschaft.
Eine wichtige Erkenntnis dabei wird immer wieder sein, dass der Partner nicht automatisch dafür verantwortlich und in der Lage ist, diese Bedürfnisse und Wünsche alle zu erfüllen.
Im Laufe unserer Lebensgeschichte mussten wir oft Auswege suchen, wenn unsere eigentlichen Bedürfnisse nicht erkannt und befriedigt wurden. Diese Aus- und Umwege trennen uns von der Wahrnehmung unserer eigentlichen Bedürfnisse. Was bleibt ist die Sehnsucht, dass unser Partner alle Wünsche erahnt, erkennt und befriedigt. Das ist eine schlichte Überforderung.
Was für emotionale Bedürfnisse gilt, gilt auch für die Ausgestaltung des Alltags. Auch da können Vorstellungen und Lebensplanungen sehr weit auseinander liegen. Hier sind Kompromisse und klare Absprachen notwendig, um mit dem Partner ein gemeinsames Leben überhaupt leben zu können.
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